Mundgeruchsprechstunde • Parodontologie • Implantatsprechstunde
Zahnärztin Sigrid Weigl
Beusselstr. 39
10553 Berlin

Telefon: (030) 3 96 42 20
Fax: (030) 39 49 44 13
E-Mail: sigridweigl@t-online.de

Sie finden unsere Zahnarztpraxis Sigrid Weigl auf der Beusselstr. 39 in 10553 Berlin.

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News

Was hat Zahnpflege mit Diabetes zu tun?

Über sieben Millionen Menschen leiden in Deutschland an Diabetes, der sogenannten „Zuckerkrankheit“. Weitere zwei Millionen wissen noch nicht, dass sie bereits erkrankt sind.[i] Neben Folgeerkrankungen wie zum Beispiel dem diabetischen Fußsyndrom oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflusst Diabetes auch die Mundgesundheit. Das Risiko für Karies und Parodontitis ist erhöht.

Karies mag Zucker

„Diabetiker bekommen häufiger Karies. Die Erklärung liegt in der Veränderung des Speichels. Kariesbakterien wie Streptococcus mutans und Laktobazillen können sich durch den erhöhten Zuckergehalt des Speichels leichter vermehren“, erklärt Professor Dr. Stefan Zimmer, Sprecher der Informationsstelle für Kariesprophylaxe und Lehrstuhlinhaber für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin an der Universität Witten/Herdecke. Mundtrockenheit spielt ihnen ebenfalls in die Karten. Denn der Speichelfluss sorgt dafür, dass Essensreste und bakterieller Zahnbelag (Plaque) „weggespült“ werden. Zudem findet sich im Speichel von Diabetikern oft zu wenig Kalzium. Dieser Mangel erschwert die Remineralisierung, wodurch Säuren den Zahnschmelz leichter angreifen können.[ii]

Parodontitis – die Tücke dahinter

Studien belegen, dass Diabetiker auch ein deutlich erhöhtes Risiko haben, an einer sogenannten Parodontitis zu erkranken. „Bei der Zahnfleischentzündung, welche durch Plaque verursacht wird, bilden sich Zahnfleischtaschen aus. Das Zahnfleisch und der Kieferknochen gehen zurück, die Zahnwurzel wird sichtbar. Unbehandelt kommt es zur Zerstörung des Zahnhalteapparates – die Zähne fallen aus“, erläutert Zimmer. Die Ursache für das erhöhte Risiko bei Diabetikern liegt im Blutzuckerspiegel. Zu hohe Langzeitwerte (HbA1c) begünstigen Entzündungen und damit die Entstehung einer Parodontitis. „Ebenso wirkt sich eine vorhandene Parodontitis negativ auf den Blutzuckerspiegel aus, der Langzeitwert verschlechtert sich. Das Tückische: Dies gilt auch für Menschen, die noch keinen Diabetes haben. „Bei schlechter Mundhygiene und Parodontitis steigt somit das Risiko an Diabetes zu erkranken, da die Entzündungsbotschafter den Blutzucker in die Höhe treiben können“, fasst Zimmer die Wechselbeziehung der Erkrankungen zusammen. Die Behandlung einer Parodontitis bei Diabetikern stellt aufgrund der gegenseitigen Verschlechterung oft eine große Herausforderung dar, die die Zusammenarbeit von Zahn-, Hausärzten und Diabetologen fordert. Um das Voranschreiten der Entzündung einzudämmen und die Behandlungsaussicht zu verbessern, ist ein gut eingestellter Blutzuckerspiegel von entscheidender Bedeutung.

Blutzuckerwerte unter Kontrolle

Neben einer optimalen Zahnpflege heißt es für Diabetiker also, den Blutzucker in den Griff zu bekommen. Der Diabetologe stellt diesen mithilfe von Tabletten oder Insulinspritzen ein und kontrolliert ihn regelmäßig. Typ 2 Diabetiker können den Wert jedoch selbst stark beeinflussen, indem sie sich mehr bewegen und auf die Ernährung achten. Sie sollten auf einfache Kohlenhydrate verzichten beziehungsweise den Konsum reduzieren. Das gilt neben Süßigkeiten vor allem für versteckte Zucker, zum Beispiel in Weißbrot oder Fertiggerichten.[iii] Zudem gilt es, erste Anzeichen für eine Parodontitis wie Zahnfleischbluten und Mundgeruch ernst zu nehmen. Professor Zimmer rät: „Wenn das Zahnfleisch blutet, heißt es schnell handeln! Gemeinsam mit dem Zahnarzt lässt sich die Mundhygiene schnell optimieren und Schlimmeres verhindern.“

Zahnpflegetipps für Diabetiker[iv]

  1. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie Sie Ihren Blutzuckerspiegel einstellen sollten. Anzustreben ist in der Regel ein HbA1c-Wert von ca. 7 Prozent.1
  2. Gehen Sie zweimal im Jahr zu Vorsorgekontrollen und informieren Sie Ihren Zahnarzt über Ihren Diabetes.
  3. Putzen Sie zweimal täglich gründlich die Zähne mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta bis die Plaque vollständig entfernt ist und verwenden Sie Zahnseide beziehungsweise Interdentalbürsten.
  4. Trinken Sie täglich mindestens zwei Liter zuckerfreie Flüssigkeit wie Wasser oder Tee, um Mundtrockenheit vorzubeugen. Hilfreich ist hierbei insbesondere häufiges Trinken.
  5. Statt herkömmlichem Salz sollten Sie beim Kochen immer fluoridiertes Speisesalz verwenden. Das Fluorid verbleibt noch einige Zeit im Speichel und beugt so Karies vor.
  6. Ein zuckerfreies Kaugummi nach Mahlzeiten hilft, den Speichelfluss anzuregen und schädliche Säuren zu neutralisieren.
Quellen:

[i] Deutsche Diabetes Gesellschaft: Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2020, Online abrufbar unter: https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Stellungnahmen/Gesundheitspolitik/Gesundheitsbericht_2020.pdf

[ii] Eder C, Schuder L, Diabetes mellitus – Ein Risikofaktor für Karies, Online abrufbar unter: https://www.dzw.de/diabetes-mellitus-ein-risikofaktor-fuer-karies

[iii] Initiative Gesund im Mund bei Diabetes: Parodontitis und Diabetes, Online abrufbar unter: https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/brosch/1101_zahnaerzte_diabetes_mundgesundheit.pdf

[iv] Mund- und Zahnpflege: 8 Regeln für Diabetiker, 2015, Online abrufbar unter: https://www.prodente.de/erkrankungen/einzelansicht/fremderkrankung/mund-und-zahnpflege-8-regeln-fuer-diabetiker.htm Bildunterschrift: Die Zuckerkrankheit erhöht das Risiko, an Karies oder einer Parodontitis zu erkranken. Und auch andersherum können Entzündungen den Diabetes beeinflussen.

Newsletter „KZBV Aktuell“ geht runderneuert an den Start

Der Newsletter „KZBV Aktuell“ der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung geht optisch und inhaltlich überarbeitet an den Start. Er richtet sich an Praxen, Patienten, Medien sowie politische Entscheider gleichermaßen und informiert ab sofort noch umfassender und gezielter über vertragszahnärztliche Themen. Damit ist „KZBV Aktuell“ eine unverzichtbare Informationsquelle für alle, die wichtige Nachrichten und Standpunkte der Vertragszahnärzteschaft direkt aus erster Hand erhalten möchten. Der neue Newsletter kann unter www.kzbv.de/newsletter kostenfrei abonniert werden und wird am Mittwoch dieser Woche erstmals verschickt.

Unter anderem beinhaltet der runderneuerte Informationsdienst eine Übersicht aktueller Pressemitteilungen und Stellungnahmen, Reden und Positionierungen des Vorstands zu ausgewählten Versorgungsthemen, zahnärztliche Leitlinien, Publikationen, Themenseiten und Pressefotos von Veranstaltungen, die Vertragszahnärztliche Zahl des Monats sowie Stellenangebote der KZBV. Das klar strukturierte und übersichtliche Design im HTML-Format ermöglicht die Einbindung von Grafiken und Fotos.

„KZBV Aktuell“ erscheint in der Regel monatlich, falls erforderlich aber bei auch in höherer Frequenz, um auf aktuelle Ereignisse schneller reagieren und über grundlegende Positionen der KZBV bedarfsgerecht informieren zu können.

Digitalisierung ja, aber richtig…

Die Vertragszahnärzteschaft versteht die Digitalisierung des Gesundheitswesens mehrheitlich als Chance und begrüßt die Entwicklung grundsätzlich im Interesse von Patienten und Praxen. Das betont die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) anlässlich des aktuellen Umsetzungsstandes der Telematikinfrastruktur (TI) erneut. Zugleich kritisiert sie das Vorgehen der für die TI verantwortlichen gematik. Mehrheitsgesellschafter ist seit 2019 das Bundesministerium für Gesundheit.

Dr. Karl-Georg Pochhammer, stellv. Vorstandsvorsitzender der KZBV: „Mangelhafte Kommunikation seitens der gematik und auch kürzlich die VSDM-Störung machen es uns schwer, Akzeptanz für die TI im Berufsstand zu fördern. Da wir als handelnder Akteur diese hochkomplexe Infrastruktur aber weiter voranbringen wollen, weisen wir auf immanente Risiken und Fehlentwicklungen hin. Die Unzufriedenheit der Zahnärzteschaft ist extrem hoch und nimmt noch zu, falls Deutschlands größtes Gesundheitsnetz weiter als kostentreibendes Ärgernis wahrgenommen wird.“ Zahnärzte sollten endlich den versprochenen Mehrwert erleben. „Dies wird mit den Anwendungen Elektronischer Medikationsplan, Notfalldatenmanagementund dem Kommunikationsdienst KIM sowie später mit der Elektronischen Patientenakte möglich sein.“

Um die Mitwirkung der Heilberufe nicht zu verspielen, müsse insbesondere der stabile Betrieb der TI und ihrer medizinischen Anwendungen gewährleistet sein. „Wir fordern, dass künftig ausschließlich Anwendungen in die Fläche gehen, die ausreichend unter Praxisbedingungen getestet wurden und stabil und sicher laufen. Erst dann kann die maßvolle Einführung neuer Anwendungen angegangen werden.“ Kontraproduktiv hingegen sei die Reduktion von Feldtests bei wichtigen Komponenten und Diensten. „Schnelligkeit um jeden Preis vor Praktikabilität und Zuverlässigkeit darf nicht das Mittel der Wahl sein, um unrealistische gesetzliche Fristen zu halten.“

So hatten von der KZBV geforderte Feldtests von KIM und der qualifizierten elektronischen Signatur mittlerweile behobene Fehler offenbart, die Labortests von gematik und Herstellern nicht identifizieren konnten. „Ohne den Einsatz der Test-Praxen und Test-KZVen würde es einmal mehr viel Unmut beim Ausrollen von KIM geben. Die umsichtige Entwicklung nutzenbringender und nutzerfreundlicher Anwendungen ist wichtig. Ausführliche Tests und Evaluationen sind aber ein absolutes Muss, um Akzeptanz für digitale Neuerungen zu schaffen. Hier setzen wir auch auf die Rückendeckung anderer Gesellschafter und der gematik gegenüber dem BMG.“

Die TI sollte für Heilberufe eine positive Ergänzung im Versorgungsalltag sein. „Sie muss zur Entlastung etwa bei Anamnesen und Diagnosen beitragen, so dass Zahnärzte mehr Zeit für Patienten haben, anstatt mühsam relevante Unterlagen anzufordern. Beschlüsse der gematik werden zu häufig gegen uns gefasst, obwohl wir unverzichtbare Multiplikatoren sind. Auf uns wird es bei Anwendungen wie der ePA ankommen, wenn diese erfolgreich sein sollen.“

Wenn Gesellschafter Anliegen von Praxen übermitteln, dann sollten diese von der gematik ernst genommen und konstruktiv gewürdigt werden: „Die gematik muss zu einer von Vertrauen und Respekt geprägten Zusammenarbeit zurückfinden.“ So dürfe das Erstellen technischer Spezifikationen „am Reißbrett“ nicht losgelöst von aktuellen Ausstattungen der Praxen, sondern nur unter Einbeziehung bestehender Komponenten erfolgen. Als Beispiel nannte Pochhammer die sogenannten G0- oder Vorläufer-Karten, zu denen neben dem eZahnarztausweis auch die weit verbreiteten ZOD-Karten zählen. „Diese sollten als bewährter Vorläufer des elektronischen Heilberufeausweises der Stufe G2 ‚per Federstrich‘ zum Auslaufmodell werden! Daher haben wir uns bei gematik und BMG intensiv für einen tragfähigen Kompromiss eingesetzt.“

Mit Blick auf die Störung des Versichertenstammdatenmanagements und die lange ungeklärte Finanzierung der Kosten mahnte Pochhammer eine verbesserte Kommunikation der gematik an: „Nicht nur bei diesem ärgerlichen Vorfall hat es an erschöpfenden und rechtzeitigen Sprachregelungen für Landesebene und Praxen gemangelt.“ Angestrebt werden müsse deshalb die schnellere Bearbeitung von Themen, die für berechtigten Frust sorgen. „Wir befürworten eine Stärkung der gematik dahingehend, dass sie nach außen Verantwortung übernimmt und im Sinne der Nutzer agiert.“

Mit Ernährung gegen Karies - Wie sich unsere Zähne gesund durch das Leben essen

Schokolade, Kuchen, Softdrinks, und Co. – alles Leckereien, von denen viele wissen, dass sie eine Menge Zucker enthalten. Dennoch wird oft beherzt zugegriffen, obwohl das die Entstehung von Karies begünstigt. Die Zähne müssen also geschützt werden! Dabei helfen die vier Säulen der Kariesprophylaxe: Zahngesunde Ernährung, gewissenhafte Zahnpflege, stärkende Fluoride und zahnärztliche Vorsorge.

Bissfest und gesund soll es sein

„Unsere Zähne freuen sich über Lebensmittel, die zuckerarm sind und wenig Säure enthalten“, erklärt Professor Dr. Stefan Zimmer, Sprecher der Informationsstelle für Kariesprophylaxe (IfK) und Lehrstuhlinhaber für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin an der Universität Witten/Herdecke. Daher sollten möglichst häufig Vollkornbrot, Getreidegerichte, Obst, Salate und Rohkost auf den Tisch kommen. Sind die Speisen zudem bissfest, sorgt das Kauen für eine Anregung des Speichelflusses – Essensreste werden abtransportiert, gefährliche Säuren neutralisiert. Um den Zahnschmelz, der selbst zum großen Teil aus Kalzium-Phosphaten besteht, von Anfang an widerstandsfähiger zu machen, hilft eine ausreichende Zufuhr von Kalzium. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt diese bei 1.000 Milligramm pro Tag für Erwachsene. Daher sollten auch Milch und Milchprodukte regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. „Auf stark zuckerhaltige Lebensmittel sollte dagegen möglichst verzichtet werden. Insbesondere klebrige Süßigkeiten sind tückisch. Denn diese bleiben lange an den Zähnen haften, sodass Plaque entsteht und die Bakterien im Zahnbelag genug Zeit haben, den Zucker in schädliche Säure umzuwandeln. Diese greift dann den Zahnschmelz an und ermöglicht die Kariesbildung“, warnt Zimmer. Tipp: Orientierung, welche Produkte zuckerfrei und zahnfreundlich sind, bietet das Zahnmännchensymbol.

Immer gut spülen

Werden säurehaltige Getränke wie Softdrinks, Fruchtsäfte oder Sportlergetränke verzehrt, sollten diese am besten in großen Schlucken getrunken werden. Dadurch ist der Kontakt zwischen Säure und Zahn kürzer. Ebenso kann nach süßen und sauren Speisen ein Schluck Wasser sowie das Ausspülen des Mundes bei der Neutralisierung helfen. Einige Länder setzen zusätzlich auf eine Trinkwasserfluoridierung, da das Spurenelement ein wichtiger Bestandteil der Kariesprophylaxe ist. Es macht die Zähne widerstandsfähiger gegen die Säureattacken und hilft sogar dabei, den Zahnschmelz zu regenerieren. In Deutschland verbietet das Lebensmittelrecht diese Anreicherung. In der EU sowie in den meisten Regionen Deutschlands liegt die Fluoridkonzentration im Leitungswasser unter 0,3 mg Fluorid/l. Mineralwasser unterscheiden sich je nach Region. Hier gilt ein europaweiter Grenzwert von 5 mg/l. Insgesamt nimmt der Europäer über Wasser und Getränke auf Wasserbasis jedoch nur 0,13 mg Fluorid pro Tag auf.1,2 Teetrinker nehmen mehr zu sich. Ein Liter schwarzer oder grüner Tee liefert im Durchschnitt 1-2 mg Fluorid.3

Fluorid zur Kariesprophylaxe

Auch in Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Vollkorn- und Milchprodukten lassen sich Spuren von Fluorid finden. Wer als Erwachsener täglich zwischen 3,1 bis 3,8 mg Fluorid aufnimmt, erreicht laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eine angemessene Zufuhr.2 Professor Zimmer aber weiß: „Über die Nahrung nehmen die Menschen hierzulande nur rund 15 bis 20 Prozent des für den Zahnschutz notwendigen Fluoridbedarfs auf. Durch den Einsatz von fluoridiertem Speisesalz kann die Zufuhr ganz einfach erhöht werden. Die karieshemmende Wirksamkeit von Fluoridsalz ist in zahlreichen Studien belegt. Das Fluorid wirkt direkt an der Zahnoberfläche und schützt so den Zahnschmelz vor Säuren. Und die Wirkung hält an: Auch nach 30 bis 120 Minuten ist die Fluoridkonzentration im Speichel noch erhöht.“ Das ist allerdings kein Freifahrtschein zum Zusalzen. Um sich weiterhin salzarm zu ernähren, sollte beim Kochen im Haushalt gelten: Wenn Salz, dann Jodsalz mit Fluorid.

Ist Fluorid gefährlich?

Immer wieder kommen Bedenken hinsichtlich der Verwendung und Dosierung von Fluorid auf, da dem Spurenelement ein möglicherweise nervenschädigender Effekt unterstellt wird. Eine aktuelle Untersuchung des Leibniz-Instituts an der TU Dortmund hat dazu eine Vielzahl an Studien untersucht, das Fazit: „Bei der aktuellen Fluoridexposition in Europa besteht kein Anlass zur Besorgnis.“2 Professor Zimmer erklärt: „Die Gefahr einer Überdosierung besteht nur, wenn zu viele Fluoridquellen falsch miteinander kombiniert werden. Bei Erwachsenen kommt das in der Regel nicht vor. Nutzen Kinder jedoch beispielsweise gleichzeitig fluoridierte Zahnpasten, Speisesalz und Fluoridtabletten, kann sich bis zum sechsten Lebensjahr eine Fluorose bilden – die weißen Schmelzflecken sind jedoch harmlos und lediglich ein ästhetisches Problem.“ Bei Kindern ist deshalb wichtig: Neben fluoridierter Zahnpasta (1.000 ppm, je nach Alter in Reiskorn oder Erbsengröße) und der Fluoridlackprophylaxe beim Zahnarzt entweder Fluoridtabletten ODER fluoridiertes Speisesalz nutzen.

[i] Noch Fragen offen?

Verbraucher können sich bei Fragen zur Kariesvorbeugung telefonisch unter 069/2470-6822 oder via E-Mail daz@kariesvorbeugung.de an die Informationsstelle für Kariesprophylaxe wenden.



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Airflow-Geräte

Pulver-Strahl-Geräte, mittels derer Verfärbungen an den sichtbaren Zahnflächen entfernt werden können, ohne dass der Zahnschmelz angegriffen wird.