Mundgeruchsprechstunde • Parodontologie • Implantatsprechstunde
Zahnärztin Sigrid Weigl
Beusselstr. 39
10553 Berlin

Telefon: (030) 3 96 42 20
Fax: (030) 39 49 44 13
E-Mail: sigridweigl@t-online.de

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News

Damit Kreidezähne nicht zerbröseln

Immer mehr Kinder haben sogenannte Kreidezähne. An einzelnen Zähnen ihres Gebisses ist der Zahnschmelz fehlgebildet. Dadurch sehen diese Zähne oft unschön aus. Sie sind auch sehr berührungsempfindlich und anfälliger für Abnutzung und Karies.

Die neueste Ausgabe der Patientenzeitschrift ZahnRat der Thüringer Zahnärzte informiert nun erstmalig über das zunehmend verbreitete Erkrankungsbild der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH). Das achtseitige Heft liegt ab sofort kostenfrei in den mehr als 1.300 Zahnarztpraxen in Thüringen aus.

Zusammenfassung auch in kindgerechter Sprache

Die Patientenzeitschrift erklärt kompakt und leicht verständlich, wie Kreidezähne entstehen, woran die gestörte Gewebestruktur erkennbar ist und welche Schweregrade die Zahnmedizin unterscheidet. Die Zeitschrift erläutert auch die Behandlungsmöglichkeiten des Zahnarztes und nennt Alltagstipps für eine unterstützende Mundhygiene zuhause. Ergänzend gibt das kleine Mädchen Marie im pfiffigen Comic-Stil kurze Zusammenfassungen in kindergerechter Sprache.

„Von Kreidezähnen besonders betroffen sind Kinder nach dem Durchbruch der ersten bleibenden Zähne ab dem sechsten Lebensjahr. Sie klagen über Beeinträchtigungen beim Kauen sowie über Schmerzen beim Essen, Trinken und Zähneputzen“, sagt Dr. Christian Junge, Präsident der Landeszahnärztekammer Thüringen. „Eine sichere Vermeidung von Kreidezähnen ist bislang nicht möglich, weil die Fehlbildung des Zahnschmelzes unbemerkt bereits während der frühen Zahnentwicklung abläuft. Später aber können Eltern, Kinder und Zahnärzte gemeinsam dafür sorgen, dass auch geschwächte Zähne gut geschützt und möglichst lange erhalten bleiben.“

Zahnärztinnen aus Thüringen gestalten Ausgabe der traditionsreichen Patientenzeitschrift ZahnRat

Verfasst wurde diese mittlerweile 103. Ausgabe des ZahnRat durch die beiden Zahnärztinnen PD Dr. Ina Schüler von der Sektion für Präventive Zahnheilkunde und Kinderzahnheilkunde des Universitätsklinikums Jena und Rebecca Otto mit eigener Zahnarztpraxis für Kinder ebenfalls in Jena.

Der ZahnRat ist die gemeinsame Patientenzeitschrift der ostdeutschen Landeszahnärztekammern. Er informiert Patienten und zahnmedizinische Laien verständlich über vielfältige Themen der Zahn- und Mundgesundheit. Ein kostenfreies Ausgaben-Archiv steht im Internet unter www.zahnrat.de bereit.

24.11.2020 DGA | Quelle: Landeszahnärztekammer Thüringen

Stellungnahme der LZKS und KZVS zur aktuellen Corona-Pandemie

Das zahnärztliche Team unterliegt in Deutschland strengen Hygienevorschriften, die zu einem entsprechend hohen Schutzniveau in den Praxen beitragen. Diese Hygienevorschriften gehen davon aus, dass regelmäßig potentiell infektiöse Patienten (z.B. bei Masern, Hepatitis oder HIV) zur Behandlung in die Zahnarztpraxen kommen. Die Vorschriften betreffen alle in der Praxis Beschäftigten gleichermaßen. Die Auswertungen aus Deutschland, aber auch Norditalien und China zeigen, dass in der Zahnmedizin im Vergleich zur Medizin gar keine oder kaum Infektionen bei zahnmedizinischem Personal stattgefunden haben. Selbst, als die Pandemie noch nicht bekannt war, hat anscheinend die klassische PSA (persönliche Schutzausrüstung) der Zahnmedizin in diesen Ländern Ansteckungen verhindert. Die pandemiebedingte Schließung von Zahnarztpraxen ist aus infektionshygienischer Sicht unbegründet und kann für Patienten zu negativen gesundheitlichen Folgen durch die Verschleppung und das Nichterkennen von Erkrankungen, auch im Interesse der Allgemeingesundheit, führen. Insbesondere die Behandlung von Parodontalerkrankungen darf nicht vernachlässigt werden. Diese führen zu einer starken Reduktion von Entzündungen im Bereich der Mundhöhle. Deswegen ist die Durchführung der Parodontitisbehandlung, gerade in diesen Pandemiezeiten, wichtig.

Strukturen erhalten, Zukunft gestalten!

Die Bewältigung der Corona-Pandemie dominiert weiter die politische Arbeit der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV). Vor dem Hintergrund der aktuellen Dynamik des Infektionsgeschehens berät die Vertreterversammlung der KZBV seit heute Lehren und Handlungsbedarfe aus der Pandemie und weitere wichtige Themen der Sicherstellung und Ausgestaltung der vertragszahnärztlichen Versorgung.

Insbesondere Nachwuchsförderung, die Regulierung von Investoren-MVZ, Digitalisierung sowie der Kampf gegen die Volkskrankheit Parodontitis stehen neben weiteren versorgungspolitischen Themen auf der Tagesordnung des wichtigsten Beschlussgremiums der Vertragszahnärzteschaft auf Bundesebene. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes findet die Sitzung als Videokonferenz statt, der Gäste und Medien auf Anfrage per Livestream folgen können.

Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstands der KZBV betonte in seiner Rede, die er unter das Motto „Strukturen erhalten und Zukunft gestalten“ gesetzt hatte, dass die Vertragszahnärzteschaft weiterhin alle Kräfte mobilisiere, um Patienten, Praxen und Berufsstand gut durch die Pandemie zu bringen. „Auf das zahnärztliche Versorgungssystem ist immer und besonders in Krisenzeiten Verlass. Als wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge gehen wir Herausforderungen für die Sicherstellung der Versorgung zielgerichtet an und leisten damit unseren Beitrag zur erfolgreichen Krisenbewältigung.“

Primäres Ziel bleibe es, weiterhin die Versorgung aller Patienten bei maximalem Infektionsschutz aufrechtzuerhalten. „Patienten sind bei ihren Zahnärztinnen und Zahnärzten sicher und brauchen aufgrund hochqualifizierter Hygienemaßnahmen keine Angst vor Infektionen im Rahmen von Behandlungen zu haben. Mit dem von uns errichteten bundesweiten Netz von Behandlungszentren und Schwerpunktpraxen für die Akut- und Notfallbehandlung von Infizierten und Verdachtsfällen sind wir gut aufgestellt.“ Wer infiziert sei, unter Quarantäne stehe, Kontakt zu Infizierten gehabt habe oder Infektionssymptome zeige, solle sich wie bisher vor einer Behandlung telefonisch mit der Zahnarztpraxis oder der jeweiligen Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) in Verbindung setzen, um zu erfahren, wo und wann eine Behandlung erfolgen kann. Von der Politik forderte Eßer einmal mehr Rahmenbedingungen ein, um der Zahnärzteschaft die Bewältigung der Krise zu erleichtern. „Wir haben den bisherigen Verlauf der Pandemie umfassend analysiert und daraus Lehren gezogen. Zur Stärkung und Weiterentwicklung der Krisenreaktionsfähigkeit des Versorgungssystems hat die Zahnärzteschaft ein Lessons-Learned-Papier vorgelegt, welches Schwerpunkt politischer Gespräche auf allen Ebenen ist.“

Während des Lockdowns seien extreme und abrupte Einbrüche im Leistungsgeschehen aufgetreten, die die Praxen zum Teil vor große wirtschaftliche Probleme gestellt haben. Aufgrund des Wiedererstarkens der Pandemie müsse in Hotspots mit ähnlichen, möglicherweise länger anhaltenden Einbrüchen gerechnet werden, die zum Verlust von dringend erforderlichen Versorgungsstrukturen führen könnten. „Der mit der COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung eingeführte Pauschalansatz eines Liquiditätskredits in 2020 reicht zur Sicherung dieser Strukturen nicht aus. Diese Regelung muss zeitnah durch einen echten Schutzschirm abgelöst werden, der es den KZVen ermöglicht, auf regional unterschiedliches Infektionsgeschehen in Hotspots angemessen zu reagieren und in Not geratene Praxen zielgerichtet zu unterstützen. Wir schlagen vor - in Anlehnung an den bestehenden Schutzschirm für Ärzte - einen dauerhaften Rechtsmechanismus zu schaffen, der Liquidität sichert und unter angemessener Mitwirkung der Kostenträger Ausgleichszahlungen an Praxen ermöglicht, die durch Pandemiefolgen existenziell bedroht sind“, sagte Eßer.

“Wenn die Politik auch nach der Krise auf eine funktionierende flächendeckende und wohnortnahe Versorgung bauen will, dann darf sie diese jetzt nicht aufs Spiel setzen!“ Dass Deutschland bislang vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen sei, liege nicht zuletzt an der Stärke des freiberuflichen und selbstverwalteten Gesundheitssystems. „Vergewerblichung und Kommerzialisierung, wie sie von Investoren-MVZ forciert wird, sind nachweislich der falsche Weg. Dieser fatalen Entwicklung müssen wir entschieden entgegentreten!“, mahnte Eßer. Die Einschränkung der Gründungsbefugnis für zahnärztliche MVZ sei ein richtiger Schritt gewesen, dem jedoch weitere folgen müssten.

„Die Ausbreitung von Investoren-betriebenen zahnmedizinischen Versorgungszentren und damit verbundene, negative Auswirkungen auf die Versorgung sind nicht gestoppt. Wir sehen dringenden Handlungsbedarf für eine gezielte Fortentwicklung der Regelung im Terminservice- und Versorgungsgesetz. Konkret muss die Gründung von iMVZ in gut und überversorgten Regionen begrenzt werden, also vor allem in Großstädten und Ballungsräumen. Zudem sollte mehr Transparenz über die Besitzstrukturen im Sinne eines verpflichtenden MVZ-Registers in Anlehnung an das bestehende Zahnarztregister geschaffen werden. Patienten haben ein Recht darauf, schon auf dem Praxisschild zu erfahren, in wessen Behandlung sie sich begeben.“ Zwei von der KZBV beauftragte Gutachten, die die Gefahren von iMVZ für die Versorgung belegen, werden in Kürze veröffentlicht.

Überarbeitung der Parodontitis-Behandlung bis Jahresende Für die Behandlung der Volkskrankheit Parodontitis kündigte Eßer an, dass der Gemeinsame Bundesausschuss voraussichtlich zum Jahresende über eine praxistaugliche, an den aktuellen Stand zahnmedizinischer Erkenntnisse angepasste Versorgungsstrecke entscheiden werde. “Diese Volkskrankheit lässt sich mit den Mitteln der existierenden Behandlungsrichtlinie nicht erfolgreich bekämpfen. Sie ist veraltet und berücksichtigt nicht den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Patientinnen und Patienten haben jedoch Anspruch auf eine zeitgemäße Parodontitis-Behandlung. Bei dem Thema sind wir inzwischen auf der Zielgeraden.“

Was Eltern wissen sollten: 3 Fragen und Antworten rund um die Kinderzahnpflege

Mit dem ersten Zahn beginnt sowohl für das Kind als auch für die Eltern ein neuer Lebensabschnitt. Damit die Kleinsten zahngesund durchs Leben gehen, ist die richtige Pflege der Beißerchen von Anfang an wichtig. Was dabei zu beachten ist, beantwortet die Informationsstelle für Kariesprophylaxe.

Wann soll ich mit meinem Kind das erste Mal zum Zahnarzt gehen?

„Vorsorge ist die beste Sorge. Daher empfiehlt sich der erste Zahnarztbesuch schon ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns“, so Professor Dr. Stefan Zimmer, Sprecher der Informationsstelle für Kariesprophylaxe (IfK) und Lehrstuhlinhaber für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin an der Universität Witten/Herdecke. Zwischen dem 6. und vollendeten 33. Lebensmonat können drei Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen werden. Sie sind zeitlich auf die im „Gelben Heft“ aufgeführten kinderärztlichen Untersuchungen abgestimmt. Bis zum sechsten Lebensjahr sind drei weitere zahnärztliche Untersuchungen vorgesehen. Dabei klärt der Zahnarzt Eltern über Ursachen von oralen Erkrankungen und die richtige Mundhygiene ihrer Kinder auf. Viele Zahnärzte bieten eine extra „Zahnfee- oder Zahnrittersprechstunde“ an, in denen Karies spielerisch erklärt wird. Um negative Assoziationen und eine spätere Zahnarztangst zu vermeiden, sind die regelmäßigen Termine von großer Bedeutung. Was viele nicht wissen: „Milchzähne sind besonders anfällig für Karies, da ihr Zahnschmelz nur halb so dick ist wie der von bleibenden Zähnen und der Mineralstoffgehalt geringer“, erläutert Zimmer. Mangelnde Mundhygiene, fehlende oder unzureichende Fluoridierung und falsche Ernährung, zum Beispiel das Nuckeln an zuckerhaltigen Getränken oder Quetschies, können dann sehr schnell zu Karies führen. „Frühkindliche Karies kann die Sprachentwicklung, das Kieferwachstum sowie die Entwicklung eines gesunden bleibenden Gebisses behindern. Außerdem verursacht sie Schmerzen, eine reduzierte Kaufunktion, und wenn Schneidezähne betroffen sind, werden die Kinder in der Kita oft von ihren Altersgenossen gehänselt. Das alles können wir unseren Kleinsten ersparen.“

Wie viel Fluorid benötigt mein Kind?

Dass Fluorid die Karies in Schach hält, das wissen viele. Doch immer wieder stellt sich Eltern die Frage der Dosierung. „Für die Zahnpasta gilt: Ab dem ersten Milchzahn sollten Eltern die Zähnchen zwei Mal täglich mit einer reiskorngroßen Menge Kinderzahnpasta, die 1.000 ppm Fluorid enthält, putzen“, erklärt Professor Zimmer. Ab dem 2. bis zum 6. Geburtstag wird die Menge auf Erbsengröße (1.000 ppm) erhöht. Nach Schuleintritt, wenn die Kinder in der Lage sind selbstständig gründlich zu putzen, sollte zur Junior- oder Erwachsenen-Zahnpasta mit 1.450 ppm Fluorid gegriffen werden. Außerdem ratsam: Wenn Salz, dann fluoridiertes Speisesalz. Auf diese zusätzliche Fluoridquelle können Eltern beim Kochen oder bei der Lebensmittelauswahl setzen. „Mit dem Einstieg in die Familienkost, also etwa ab dem ersten Geburtstag, sollten Kinder ebenso von fluoridiertem Speisesalz profitieren wie die Eltern. Zu diesem Zeitpunkt sollten dann aber keine Fluoridtabletten mehr gelutscht werden – sonst kann eine Fluorose entstehen, eine meist harmlose, aber bisweilen ästhetisch störende Zahnverfärbung“, so Zimmer.

Mein Kind weigert sich, abends die Zähne zu putzen. Wie kann ich es motivieren?

„Eltern sollten ihren Kindern von Beginn an die richtige Zahnpflege vorleben, so wird sie im Alltag ganz selbstverständlich“, findet Professor Zimmer. Gut ist, wenn Sie morgens und abends zeitgleich mit Ihrem Kind die Zähne putzen. Dann sieht es, dass das etwas ist, was auch Erwachsene tun und das schafft soziale Attraktivität. Ganz wichtig dabei: Ohne Zwang vorgehen, denn dadurch verlieren Kinder die Motivation. Auch Belohnungen halten oft auf lange Sicht nicht ihren versprochenen Effekt. Stattdessen lohnt es sich, dem Kind die Mundhygiene spielerisch zu erklären. Mit Färbetabletten lässt sich zum Beispiel zeigen, wo der böse Zucker haften bleibt. Die Einführung eines „Mundhygiene-Rituals“ verhilft ebenfalls zu einer regelmäßigen Motivation. Dabei kann beispielweise das Lieblingslied oder -buch zum Einsatz kommen. Und auch die Optik darf nicht vergessen werden: Bunte Zahnbürsten mit der Lieblingsfigur des Kindes können die Lust am Putzen steigern.

3 Tipps, um schon die Kleinsten zu motivieren

  1. Der richtige Rhythmus: Das Lieblingslied abspielen und solange putzen, bis es zu Ende ist
  2. Mal Krokodil, mal Eisprinzessin: Das Aussehen der Zahnbürste verändern und es bei älteren Kindern mit elektrischen Modellen für Kinder versuchen
  3. Eine bunte Sache: mit Färbetabletten oder Färbelösungen für Zahnbeläge „zaubern"



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Airflow-Geräte

Pulver-Strahl-Geräte, mittels derer Verfärbungen an den sichtbaren Zahnflächen entfernt werden können, ohne dass der Zahnschmelz angegriffen wird.